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Krippenprojekt für die Kirchengemeinde St. Johannis

Krippenprojekt für die St. Johannis Kirchengemeinde in 24842 Brügge

Unter Verwendung zahlreicher europäischer Edelhölzer entstand ein naturnahes, einzigartiges Krippenensemble auf einem Vollholzpodest in drei Ebenen.
Nach der Anfrage durch den Kirchenvorstand entwickelte ich ein reduziertes, naturnahes Krippenkonzept ohne Verwendung von Stoff oder Farbe. Allein die unterschiedliche Färbung der verwendeten europäischen Edelhölzer und die Formensprache sollten Raum für Gedanken und Inspiration lassen. Wer war Joseph? Warum wählte Gott Maria? Was bedeuten uns heute Esel und Ochse? Was kann uns diese Szene heute sagen? Die Einbeziehung der Raumwirkung in der über 700 Jahre alten Kirche war ebenso Teil des Konzeptes wie die Einbindung des Kirchenvorstands durch eine gewisse inhaltlich-gestalterische Diskussion und die fortlaufende bildliche Dokumentation des Entstehungsprozesses. Einerseits war es mir wichtig einen Eindruck vom Aufwand zu vermitteln, den ich bei der Herstellung meiner Holzobjekte betreibe. Andererseits hatte ich die Hoffnung durch Transparenz und Kommunikation eine größere emotionale Beteiligung an der neuen Weihnachtskrippe bei den Gemeindemitgliedern und der Öffentlichkeit zu erzeugen.

Das Betreten des Podestes, das Streicheln der Tiere oder der Geruch der Hölzer – Teil des Konzeptes.

Die Entstehungsgeschichte
Die Esche-Bohlen werden so zu Riegeln aufgetrennt, dass ich hinterher Bilder im Holz finde.
 
Zum Fügen der Einzelteile des Podest- Unterbaus (Ebene 2) müssen die aufgeleimten Blöcke abgerichtet werden.
 
Die gehobelten Riegel werden mittig aufgetrennt, um dann mit anderen Riegeln kombiniert zu
ausdrucksstarken Platten verleimt zu werden.
 
Symmetrische Bilder im Holz, die ich aus dem Verborgenen ans Licht hole,
wenn ich Flächen gestalte.
 
Aus ca. 50 Riegeln werden die Bilder für die Podestoberfläche aus Kernesche zusammengestellt.
 
Verleimte Platte mit Bildern für das Podest (Ebene 1).
 
Skizzen/ Studien zu „Joseph“ und „Maria“
Anhand der relativ einfachen Zeichnungen kann ich die benötigte Edelholzmenge abschätzen,
kann die Rohlinge für die Figuren erstellen und Proportionen erahnen
 

Der aufgeleimte Stallrohling (Innenansicht) aus Eschenholz. Abgedeckt sind die beiden vorher
ausgearbeiteten und an die Stallrückwand geleimten Teelichthalter.

 
Innenansicht des Stalles nach der Arbeit mit Motorsäge und Woodcarver.
 
Der fertige Stall mit dem Esel, um die räumliche Ausdehnung des Gewölbes zu zeigen.
Auch bei diesem Objekt konnte ich vor dem Verleimen einige exponierte Holzbilder berücksichtigen.
 
Arbeitsschutz und höchste Konzentration bei der Fräsarbeit mit dem Woodcarver am
Kopf des Ochsen aus Erlenholz. Die Josephsfigur hat diesen Arbeitsgang schon hinter sich.
 

Kurze Arbeitspause während des mehrtägigen Arbeitsbesuchs bei meinem Freund, dem Designer,

Tischlermeister und MA Innenarchitektur/ Raumkunst Thomas Heweling, in der Nähe von Rees am Niederrhein.

Der Ochse und ein liegendes Schaf sind bereits lebendig.

 
Ochse aus Erlenholz und Esel aus europäischem Nussbaum nach der Ölung.
 

Kinder begegnen "Kunst" ohne Scheu, wenn wir es ihnen erlauben. Bei meinem Krippenprojekt ist das Anfassen erwünscht. Nicht nur durch Kinder....

 

Selbst mein Branding an der Seite des Stalls findet die Aufmerksamkeit der Kinder. Oder sind es die Details der Schafe?

 

Nicht alle Besucher wollten die Krippenfiguren anfassen. Berührung kann auch im Herzen stattfinden.

 

Am ersten Advent hatte ich die Gelegenheit, im Rahmen des Gottesdienstes in der St. Johannis Kirche zu Brügge meine Arbeitsweise zu erläutern und meine Geschichte des Krippenprojektes zu erzählen. Mein Dank gilt dem Kirchenvorstand und den vielen privaten Sponsoren und Paten.

 
In der St. Johannis Kirche wurden in der Nacht zu Nikolaus drei Lämmer geboren.
 
 
 

Aus der Kirchengemeinde kam der Wunsch nach einer Ziege im Krippenensemble.
Da die Ziegen in der Reeser (Rees - Reesdorf b. Brügge) Stadtgeschichte eine große Bedeutung für die Bevölkerung hatten, lag es nahe, meine freundschaftliche Verbundenheit mit dem Haffener Designer Thomas Heweling zu nutzen, um Holz vom Niederrhein für das Tier zu verwenden. (Hier gehts zur Erläuterung auf die Webseite der Stadt Rees...)
Mein Freund schickte 15 Jahre abgelagertes Eichenholz aus dem Haffener Pastoratsgarten per Spedition nach Kiel, wo ich es in der vergangenen Woche zur abgebildeten Ziege umformte.

 
Im Ausschnitt ist zu erkennen, dass die Form zwar schon entstanden, die Oberfläche aber noch nicht ausgeschliffen ist. Typisch für Eichenholz ist es, dass die Struktur nach der Arbeit mit dem Woodcarver aussieht, als sei sie mit dem Beitel bearbeitet worden.
 
Natürlich gruppieren Kinder (Erwachsene?) die Tiere im Spiel um. Jedes Mal, wenn ich neue Figuren in die Kirche bringe, stehen andere Figuren beieinander.
Hier sind es jetzt Ziege und Esel, die an die Bremer Stadtmusikanten erinnern.
 
Maria und Joseph befinden sich seit dem 4. Advent in der St. Johannis Kirche. Beide können das Jesuskind auf dem Arm halten, was für das Bespielen der Krippe durch Kinder von großer Bedeutung ist.
Das Jesuskind ist im Verhältnis bewusst etwas größer geblieben, damit es aus der Entfernung zu erkennen ist. Zusätzlich kontrastiert das helle Ahornholz stark zur schwarzen Mooreiche der Krippe.
Auch die Ziege möchte nicht abseits stehen und vom duftenden Heu naschen.
 
Das Ulmenholz, aus dem ich Maria und Joseph gearbeitet habe, ist in der Wirkung sicher eines der wärmsten und ausdrucksstärksten Hölzer aus der Palette der heimischen Edelhölzer. So strahlen die Figuren elterliche Ruhe und Geborgenheit aus.
 
Welche Bedeutung haben die Hirten in der Krippengeschichte?
Welche Symbolik steckt in der Figur des „Hirten“?
Welches sind die Hirten unserer Zeit?
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wie kann ich etwas darstellen, was nicht stofflich existiert?
Wie sollte ein Engel in dieser uralten Kirche aussehen?
Ich will Licht und Schatten,
Bewegung und Kontur,
Macht und Geborgenheit darstellen.
Das Holz des Engels (Riegelahorn) korrespondiert mit dem so unscheinbaren Jesuskind.
 
 
 
 
 
 
 
 
24.12.2016 Titelseite Kieler Nachrichten
 

Berichte aus der Presse.

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