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Thema
In seinem kulturgeschichtlichen Umgang mit Tieren zeigt der Mensch sein Verhältnis zur Natur. Tiere sind Götzen, Nahrung, soziale Bezugsobjekte. Immer emotional und intellektuell aufgeladen, sei es als Begleiter, sei es als betriebswirtschaftlicher
Faktor oder Projektionskörper.
 
Natürlich kann man an der Beziehung des Menschen zu Tieren Rückschlüsse über den Zustand des
Projektes „Human Being“ oder „Zivilisation“ treffen. Wie kam es dazu, dass Tiere in Massen gehalten und getötet werden?
Hast Du je erlebt, wie ein Baum geschreddert und zerfasert wird, um zu einer Platte neu verpresst zu werden?
Warum lassen wir es zu, dass Urwälder gerodet werden, um Futtermittel anzubauen? Was sagt unser Verhalten wider besseren Wissens über unsere Lebens- und Ernährungsgewohnheiten aus?
 
Im Jahr 1999 erlebte ich bei einem Messebesuch der Holz verarbeitenden Industrie erstmals komplette Fertigungsstraßen zur Herstellung von Plattenwerkstoffen. An diesem Tag wurde mir klar, wie weit wir uns in dieser Gesellschaft bereits von einem
vorhandenen Ursprung entfernt hatten.
Bilder von Massentierhaltungen sind für empathisch begabte Menschen kaum zu ertragen. Videos von Schweinekeulungen in Südostasien, wo Tausende von Tieren lebendig durch einen Schaufelbagger in riesige, vorbereitete Kuhlen geschoben werden, wo sie sich stundenlang quiekend quälen, berührten mich noch mehr.
 
Wie kann es sein, dass Menschen zu solch einer Tat imstande sind?
Das Ausmaß dieses Willens berührte mich zutiefst.
Ich glaube daran, dass dieser Wille im gleichen Betrag darauf ausgerichtet werden kann, die menschliche Sache nachhaltig zum Guten zu wandeln.
Denn es geht bei meiner Arbeit um den Menschen Pilger, nicht um Tiere!